Exzellente Wissenslandschaft für Bioökonomie

Heilpflanzenanbau im Rheinischen Revier (AZUR)

Am Beispiel der Arznei- und Heilpflanze Arnika soll untersucht werden, ob diese im Rheinischen Revier als Ackerpflanze angebaut werden kann.

Etwa ein Viertel der weltweit verschriebenen Medikamente sind pflanzlichen Ursprungs. Dabei stammt ein Großteil der verarbeiteten Heilpflanzen nicht aus dem Feldanbau, sondern direkt aus Wildpflückungen. Die benötigte Menge und Qualität an Pflanzenmaterial für die Weiterverarbeitung zu Wirkstoffen ist daher nicht sichergestellt. Einige Wildpflanzenarten sind bereits in ihrem natürlichen Bestand gefährdet.

Die Lösung: Ein kontrollierterer Anbau auf Ackerflächen im Freiland oder Gewächshaus. Dafür müssen Pflanzen ausgewählt werden, die zum einen mit den Wachstumsbedingungen auf den hiesigen Ackerböden zurechtkommen und dabei ausreichende Menge an qualitativ hochwertigen Inhaltsstoffen für die Pharma- und Kosmetikindustrie produzieren.

In den Anbauversuchen des Innovationslabors AZUR wird sich zeigen, ob die Pflanzen wertvolle Inhaltsstoffe produzieren. Außerdem werden Sensoren entwickelt, die erkennen, welche Blüten am meisten Wirkstoff enthalten. Diese Blüten werden dann besonders schonend geerntet und weiterverarbeitet.

 

Partner

  • Forschungszentrum Jülich GmbH, Inst. für Pflanzenwissenschaften, IBG-2: Dr. Mark Müller-Linow, Dr. Arnd Kuhn, Prof. Dr. Ulrich Schurr
  • Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie, IME: Dr. Lena Grundmann, Prof. Dr. Dirk Prüfer
  • Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, UMSICHT: Volkmar Keuter

 

Projektlaufzeit

1.12.2019 - 31.12.2021

Informationen auf einen Blick finden Sie im Kompetenzsteckbrief.

© Pixabay/Michael Bußmann

Nachrichten

  • Mai 2021: Blüte unter kontrollierten Bedingungen erfolgreich induziert am Fraunhofer IME

  • April 2021: Auspflanzen weiterer Arnika-Pflanzen im Forschungszentrum Jülich, Inst. f. Pflanzenwissenschaften

  • Feb. 2021: Aussaat von Arnika auf Ackerflächen im Brainergy Field Lab in Jülich

  • Feb. 2021: Abschluß einer ersten Bachelor-Arbeit zu Arnika an der FH Aachen, Abt. Biotechnologie

  • Nov. 2020: Erstes Wirkstoffbiosynthese-Gen am Fraunhofer IME charakterisiert

  • Nov. 2020: Video "Kreislauf statt Kohle"

  • Okt. 2020: Auspflanzen von Arnika auf Ackerflächen beim Brainergy Park in Jülich

  • Mai 2020: Start der Vernalisationsexperimente unter kontrollierten Bedingungen am Fraunhofer IME

  • Jan. 2020: Aussaat von Arnika für die Anzucht im Gewächshaus am Fraunhofer IME

 

 

 

 

 

 

© Fraunhofer UMSICHT

ZIELE

  • Entwicklung neuer Kultivierungskonzepte für Arnika in Freiland und Gewächshaus für den Anbau im Rheinischen Revier

 

BEDARFE

  • Gesucht werden Pflanzenzuchtbetriebe, Landwirte und Gartenbauunternehmen für die Anwendung und Weiterentwicklung von neuen Anbausystemen für Kräuter-, Heil- und Medizinalpflanzen.
  • AZUR sucht Unternehmen aus der Pharma- und Kosmetikbranche zur Verwertung der Extrakte.

 

REGIONALER NUTZEN

  • Der Anbau von Heilpflanzen wie Arnika soll dazu beitragen, Landwirten neue Einkommensquellen eröffnen und gleichzeitig die Artenvielfalt auf den Feldern im Rheinischen Revier zu erhöhen. Bei der direkten Verarbeitung und Veredelung der pflanzlichen Rohware können neue Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen.

Ansprechpartner

Dr. Christian Klar

Leitung

Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER

02461 61-4230

Dr. Lena Grundmann

Innovationslabor AZUR

Fraunhofer IME

Inst. Molekularbiologie und Angewandte Oekologie

0251 83-24843

Dr. Dennis Schlehuber

Innovationslabor AZUR

Fraunhofer UMSICHT

Abt. Umwelt und Ressourcennutzung

0208 8598-1193

Dr. Mark Müller-Linow

Innovationslabor AZUR

Forschungszentrum Jülich GmbH

Inst. für Pflanzenwissenschaften IBG-2

02461 61-96978

Dr. Arnd Kuhn

Innovationslabor AZUR

Forschungszentrum Jülich GmbH

Inst. für Pflanzenwissenschaften IBG-2

02461 61-4386

Erklärt: Was ist ein Innovationslabor?

Ein Ort oder eine Technologieplattform, die Akteuren aus den unterschiedlichen Sektoren der Bioökonomie eine Basis für die Zusammenarbeit liefern. Hier sollen beispielsweise Wissenschaftler mit Landwirten oder Unternehmern gemeinsam an innovativen Lösungen für reale Probleme arbeiten.

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