Strukturwandel als Chance für nachhaltige
Regionalentwicklung

Eine Region auf dem Weg zu biobasiertem Wirtschaften

© Forschungszentrum Jülich/BioökonomieREVIER

Das Rheinische Revier, eines der größten Braunkohlegebiete Europas, ist vom fortschreitenden Klimawandel und den daraus resultierenden Klimazielen der Bundesrepublik besonders betroffen. Wirtschaft und Gesellschaft stehen zudem vor weiteren Umbrüchen. Insbesondere in den Bereichen Umweltschutz und Mobilität sind Innovation und Nachhaltigkeit gefragt.

Im Rahmen des Sofortprogramms der Bundesregierung zum Braunkohleausstieg soll das Revier zur "Modellregion BioökonomieREVIER Rheinland" werden und Vorbild für ressourceneffizientes und nachhaltiges Wirtschaften.

Die Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER ist am Forschungszentrum in Jülich angesiedelt und entwickelt gemeinsam mit lokalen Akteuren eine Regionalstrategie. Erste Ideen für biobasierte Wertschöpfung werden bereits in die wirtschaftliche Praxis umgesetzt.

© Forschungszentrum Jülich/Sascha Kreklau

Perspektive Bioökonomie
Empfehlungen für das Revier

Der Aufbau einer beispielhaften Bioökonomie-Region ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Sie kann nur so organisiert und gestaltet werden, dass ökonomische, ökologische und soziale Ziele aufeinander abgestimmt sind.

Hierzu erstellt die Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER Empfehlungen, die auf der Rückmeldung regionaler Akteursgruppen basiert.

Studienserie
Welche Bioökonomie-Potenziale hat das Rheinische Revier?

Wie ist die rheinische Land- und Ernährungswirtschaft aufgestellt und was sind die Potenziale in der Industrie? Wie steht es um die Biomasse? Und wie stellt sich der Bildungssektor dar?

Erste Studien zu den regionalen Möglichkeiten im Rheinischen Revier geben Antworten.

 

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Verortungskonzept
Profilorte im Revier

Kompetenzen, die bei den Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Landwirtschaft im Revier schon jetzt vorhanden sind, sollen in der Region passgenau "verortet" werden. Dies bedeutet, vorhandene Schwerpunkte werden vor Ort gestärkt und erweitert.

Es entstehen Profilorte im Revier. Dies werden gestärkt, untereinander vernetzt und mit den umliegenden Ballungsräumen verknüpft.

Aus der Mediathek
Niklas erklärt BioökonomieREVIER

Kinderspielzeug aus Kartoffelschalen, Kleidung aus Holz und Papier aus Gras? – Spannende Beispiele, wie das Wirtschaftssystem einer ganzen Region umgebaut werden kann.

 

© Youtube/ Forschungszentrum Jülich

Anrainerkommune
Bioökonomie-Profile

Gemeinsam mit Ihnen erstellen wir ein Profil über die Bioökonomie-Aktivitäten Ihrer Kommune - als Grundlage für die weitere Entwicklung.

 

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Interview
11.06.2019

Ein Gespräch mit Pflanzenforscher Ulrich Schurr zur möglichen Rolle der Bioökonomie im Strukturwandel

Von der Braunkohle zur Bioökonomie

Fossile Rohstoffe sind der Treibstoff gewesen, der den großen Industrienationen Fortschritt und Wohlstand gebracht hat. Die ökologischen Folgen ihrer Nutzung werden allerdings immer bedrohlicher. So bedrohlich, dass man sich hierzulande gegenwärtig auf den Ausstieg aus der Kohleförderung vorbereitet. Bereits 2022 sollen die ersten Kraftwerksblöcke im Rheinischen Revier vom Netz gehen.

Was bedeutet das für eine Region, die sich bisher traditionell stark über den Energieträger "Braunkohle" definiert hat, gleichzeitig aber eine der Gunstregionen Europas für nachhaltige und produktive Landwirtschaft und die Heimat einer sehr starken Lebensmittelwirtschaft ist und die umgeben ist von Märkten, die Nahrung aber auch nachhaltige Rohstoffe für die chemische Industrie benötigen?

zum Interview

Ansprechpartner

Dr. Christian Klar

Leitung

Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER

02461 61-4230

Katrin Spoth

Kommunen, Bildung, Landwirtschaft

Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER

02461 61-85530

© Forschungszentrum Jülich/Sascha Kreklau

Daten & Fakten

An der Bioökonomie im Rheinischen Revier hängen

ca. 53.900 Arbeitsplätze in der Land- und Ernährungswirtschaft
ca. 36.300 Industrie-Arbeitsplätze
 mit ca. 34,4 Mrd. € Umsatz

Quellen: prognos AG (2018) und nova Institut (2014-2018)

© BMBF

Nationale Bioökonomie-Strategie

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