Exzellente Wissenslandschaft für Bioökonomie

Automatisierte Plattform für die synthetische Biologie (AutoBiotech)

Automatisierte Verfahren zur Konstruktion mikrobieller Hochleistungsstämme für die industrielle Nutzung

Innovative Produkte der Bioökonomie erfordern sehr häufig die Konstruktion von maßgeschneiderten Mikroorganismen, die in der Lage sind, wunschgemäß wertvolle chemische Moleküle aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen. Diese Aufgabe wird durch gezielte Veränderungen des Stoffwechsels mit Methoden des „metabolic engineering“ und der synthetischen Biologie gelöst. Mit mikrobiellen Zellfabriken lassen sich Produkte herstellen, die herkömmlich nicht wirtschaftlich produzierbar sind oder für die keine natürlichen Synthesewege bekannt sind.

Für Chemieprodukte, die bisher vor allem aus Erdöl gewonnen werden, eröffnen sich alternative Produktionsverfahren aus nachwachsenden Rohstoffen und damit ein Beitrag zum Ausstieg aus dem fossilen Wirtschaften.

Mikrobielle Hochleistungsstämme herzustellen, bedeutet aber nach wie vor meist mühevolle und langwierige Laborarbeit. Das Innovationslabor AutoBioTech möchte dies ändern: hier werden automatisierte Verfahren zur Konstruktion mikrobieller Stämme entwickelt. Dabei stehen zunächst industriell etablierte Mikroorganismen wie Escherichia coli, Corynebacterium glutamicum oder Pseudomononas putida im Mittelpunkt, deren genetische Baupläne gut bekannt sind und für die insbesondere zuverlässige genetische Methoden etabliert sind.

Es geht um den exemplarischen Nachweis, wie sich die Konstruktion von maßgeschneiderten Mikroorganismen für die industrielle Nutzung in Zukunft deutlich beschleunigen läßt.

 

 

Partner

  • Forschungszentrum Jülich GmbH, Institut für Biotechnologie IBG-1: Prof. Dr. Michael Bott, Dr. Stephan Noack, Prof. Dr. Jan Marienhagen, Prof. Dr. Wolfgang Wiechert, Prof. Dr. Karl-Erich Jaeger, Prof Dr. Jörg Pietruszka

 

Projektlaufzeit

1.12.2019 - 31.12.2021

 

Informationen auf einen Blick finden Sie im Kompetenz-Steckbrief.

© Pixabay/Michael Bußmann

Nachrichten

 

 

 

 

 

 

ZIELE

  • Entwickeln von mikrobiellen Hochleistungsstämmen für die nachhaltige Herstellung hochwertiger Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Neue biologische und technologische Lösungen mit hohem Automatsierungsgrad

 

BEDARFE

  • Weitere Startups, KMUs und Großunternehmen mit Interesse an Automatisierung in der industriellen Bioökonomie

 

REGIONALER NUTZEN

  • AutoBiotech kann Unternehmen der Region bei der Entwicklung von Hard- und Software für die Bioprozessentwicklung unterstützen
  • Förderung der Integration von regionalen Rohstoffen in neue Wertschöpfungsketten
  • Ausbildung von hochqualifiziertem Fachpersonal für die Region

Ansprechpartner

Dr. Christian Klar

Leitung

Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER

02461 61-4230

Prof. Dr. Michael Bott

Innovationslabor AutoBiotech

Forschungszentrum Jülich

Institut für Bio- und Geowissenschaften 1: Biotechnologie IBG-1

02461 61-3294

Dr. Stephan Noack

Innovationslabor AutoBiotech

Forschungszentrum Jülich

Institut für Bio- und Geowissenschaften 1: Biotechnologie IBG-1

02461 61-6044

Prof. Dr. Jan Marienhagen

Innovationslabor AutoBiotech

Forschungszentrum Jülich GmbH

Institut für Bio- und Geowissenschaften 1: Biotechnologie IBG-1

02461 61-2843

Erklärt: Was ist ein Innovationslabor?

Ein Ort oder eine Technologieplattform, die Akteuren aus den unterschiedlichen Sektoren der Bioökonomie eine Basis für die Zusammenarbeit liefern. Hier sollen beispielsweise Wissenschaftler mit Landwirten oder Unternehmern gemeinsam an innovativen Lösungen für reale Probleme arbeiten.

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