Exzellente Wissenslandschaft für Bioökonomie

Marginal Field Lab (MFL)

© iStock/Hansen

Im Feldlabor Marginal Field Lab, das auf Tagebaurandflächen entsteht, werden Böden auf Feldern mit definierter, jeweils unterschiedlicher Schichtung bis zu 6 m hoch aufgeschüttet. Auf den Flächen können Pflanzenarten kultiviert werden, die an die Bedingungen des Klimawandels mit Hitze und Trockenstress besonders gut angepaßt sind.

Fruchtbare Ackerflächen sind weltweit begrenzt und werden bereits intensiv genutzt. Durch die wachsende Weltbevölkerung steigt der Bedarf an Nahrungsmitteln, der Bedarf an pflanzlicher Biomasse als erneuerbarer Rohstoff nimmt jedoch ebenfalls zu. Daher werden vermehrt Flächen mit sogenannten marginalen Böden für die Biomasseproduktion erschlossen, die sich aufgrund ihrer minderen Qualität weniger für die Erzeugung von Lebensmitteln eignen.

Die in den Randbereichen der Tagebaue im Rheinischen Revier offen liegenden Kiese und Sande entsprechen solchen marginalen Bedingungen für die Landwirtschaft. In der weltweit einmaligen Forschungsanlage Marginal Field Lab können Forschung, Unternehmen und Landwirtschaft gemeinsam Pflanzen und Techniken für die Produktion von Biomasse erproben.

Partner

  • Forschungszentrum Jülich GmbH, IBG-2: Pflanzenwissenschaften: Dr. Christina Kuchendorf, Dr. Arnd Kuhn, Dr. Christoph Jedmowski, Dr. Onno Muller, Prof. Dr. Uwe Rascher, Prof. Dr. Ulrich Schurr

Projektlaufzeit

1.12.2019 - 31.12.2021

 

Informationen auf einen Blick finden Sie im Kompetenzsteckbrief.

© Pixabay/Michael Bußmann

Nachrichten

 

 

 

 

 

 

 

ZIELE

  • Das Marginal Field Lab soll Unternehmen und Forschung die Möglichkeit eröffnen, neue Anbaukonzepte für effiziente Nutzpflanzen zur Biomasseproduktion eröffnen.

 

BEDARFE

  • Das Team des Marginal Field Lab sucht Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, wie beispielsweise Landwirtschaft, Verpackungsindustrie, Chemie oder Maschinenbau, die bei der ganzheitlichen Entwicklung neuer Ideen des Nutzpflanzenanbaus sowie der Verwertung mitmachen.

 

REGIONALER NUTZEN

  • Effiziente, nachhaltige Zwischennutzung von Tagebaurandflächen
  • Neue Konzepte für eine starke, regionale Landwirtschaft
  • Branchenübergreifende Vernetzungen von Unternehmen und Forschung

 

Marginal Field Lab-Projekt: "Distelfelder statt Tagebau"

  • Distelöle für Chemieprodukte, Presskuchen als Proteinquelle oder Distelfasern für die Papier- und Textilindustrie. Die Färberdistel wächst auf nährstoffarmen Böden und kann ein nützlicher Rohstofflieferant sein. Die Tagebauramdflächen werden noch Jahrzehnte als Areale zur Verfügung stehen. Im Projekt soll der erste Distelanbau im Rheinischen Revier realsiert werden. 

 

Marginal Field Lab-Projekt: "Pflanzenkohle im Ackerbau"

  • Der Klimawandel ist auf rheinischen Ackerböden angekommen. Kann Pflanzenkohle als Bodenzuschlagsstoff die Wasser- und Nährstoffversorgung im Ackerbau verbessern? In Feldversuchen bei Jülich untersuchen Forscher des Instituts für Pflanzenwissenschaften in Jülich gemeinsam mit Landwirten aus der Region, wie sich verschiedene Pflanzenkohlezuschläge auf die Wasser- und Nährstoffversorgung der Böden auswirken.

Ansprechpartner

Dr. Christian Klar

Leitung

Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER

02461 61-4230

Dr. Christina Kuchendorf

Innovationslabor MFL
Forschungszentrum Jülich
Institut für Pflanzenwissenschaften IBG-2
02461 61-3207

Dr. Arnd Kuhn

Innovationslabor MFL/Pflanzenkohle im Ackerbau

Forschungszentrum Jülich GmbH

Inst. für Pflanzenwissenschaften IBG-2

02461 61-4386

Erklärt: Was ist ein Innovationslabor?

Ein Ort oder eine Technologieplattform, die Akteuren aus den unterschiedlichen Sektoren der Bioökonomie eine Basis für die Zusammenarbeit liefern. Hier sollen beispielsweise Wissenschaftler mit Landwirten oder Unternehmern gemeinsam an innovativen Lösungen für reale Probleme arbeiten.

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