Exzellente Wissenslandschaft für Bioökonomie

Kopplung von Pflanzenproduktion und Photovoltaik (APV 2.0)

© BayWa

Bei der Agrophotovoltaik (APV) werden Solaranlagen über landwirtschaftlichen Flächen installiert. So können diese Flächen doppelt genutzt werden: für Landwirtschaft und saubere Energieerzeugung.

Eine Konkurrenz zwischen der Nahrungsmittelproduktion und der Bereitstellung von Elektrizität wird vermieden. Die Wachstumsbedingungen für die Pflanzen werden durch Schattenwurf und Wassermanagement sogar verbessert. Dies ist ein Vorteil im Hinblick auf die wachsende Weltbevölkerung und im Kontext von Klimawandel und Energiewende.

Die Anlagen sind so installiert, dass darunter Traktoren oder sogar Mähdrescher fahren können. Für den Anbau unter den Solaranlagen eignen sich Schattenpflanzen oder Pflanzen, die regenempfindlich sind. Selbst Viehzucht kann unter den Solaranlagen betrieben werden. Tiere nutzen gerne den Schatten der PV-Module an heißen Sommertagen.

 

Partner

  • Forschungszentrum Jülich GmbH, Inst. für Pflanzenwissenschaften IBG-2: Dr. Matthias Meier-Grüll, Prof. Dr. Ulrich Schurr, Prof. Dr. Uwe Rascher, Dr. Onno Müller
  • Forschungszentrum Jülich GmbH, Inst. für Photovoltaik IEK-5: Dr. Andreas Gerber, Prof. Dr. Uwe Rau
  • Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE: Matthew Berwind, Max Trommsdorff

 

Projektlaufzeit

1.12.2019 - 31.12.2021

Informationen auf einen Blick finden Sie im Kompetenz-Steckbrief.

© Pixabay/Michael Bußmann

Nachrichten

  • Herbst 2021: Inbetriebnahme der ersten APV 2.0 Anlage avisiert
  • ab April 2021: 4 Masterarbeiten starten sukzessive mit Simulationen und Experimenten beim Partner SUNFarming im Forschungspark Rathenow
  • Dez. 2020: Messestand zur Digital-Konferenz Energy Decentral
  • Aug. 2020: Zukunftsagentur Rheinisches Revier: "Der Landwirt wird zum Stromerzeuger"

 

© Olivia Schmid

ZIELE

  • APV 2.0 entwickelt die nächste Generation von Agrophotovoltaik-Anlagen (APV).
  • Die Doppelnutzung von Fläche zu Energieerzeugung und Landwirtschaft führt zur Erweiterung der Geschäftsmodelle von Landwirten und unterstützt den Wechsel zu einem klimaneutralen Energienetzwerk in ganz Deutschland.
  • Das Team des Innnovationslabors APV 2.0 verfügt über eine breite, multidisziplinäre Expertise.

 

BEDARFE

  • APV 2.0 sucht Partnerschaften im landwirtschaftlichen Umfeld für zukünftige Projekte.
  • Darüber hinaus ist man im Gespräch mit regionalen Behörden und Landwirten.

 

REGIONALER NUTZEN

  • In einer ersten Pilotanlage soll die neue Technik als eine von vielen Ideen für innovative Landwirtschaft in der Zukunft getestet werden. Die Methode kann dazu beitragen, Landwirten neue Einkommensquellen zu erschließen.
  • APV dient als Ergänzung und soll weniger flächendeckend auf allen Ackerflächen im Rheinischen Revier, sondern vielmehr an ausgewählten Standorten Anwendung finden.

Ansprechpartner

Dr. Christian Klar

Leitung

Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER

02461 61-4230

Dr. Matthias Meier-Grüll

Innovationslabor AgroPV
Forschungszentrum Jülich
Institut für Pflanzenwissenschaften IBG-2
02461 61-8684

Dr. Matthew Berwind

Innovationslabor AgroPV

Fraunhofer Gesellschaft
Institut für Solare Energiesysteme ISE
0761 4588-5789

Erklärt: Was ist ein Innovationslabor?

Ein Ort oder eine Technologieplattform, die Akteuren aus den unterschiedlichen Sektoren der Bioökonomie eine Basis für die Zusammenarbeit liefern. Hier sollen beispielsweise Wissenschaftler mit Landwirten oder Unternehmern gemeinsam an innovativen Lösungen für reale Probleme arbeiten.

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