Gemeinsam mit Bioökonomie im Strukturwandel

Ergebnispapier: Bürgerversammlung BioökonomieREVIER

Zur Auftaktversammlung am 16. und 17. April 2021 führten verschiedene Experten und Expertinnen ein in das Thema „nachhaltige Bioökonomie und Flächennutzung“. Die Bürger und Bürgerinnen entwickelten hier erste Ideen und legten Themenschwerpunkte der Arbeitsgruppen fest.

Vier verschiedene Arbeitsgruppen zu den Themen Naturschutz, nachhaltige Landwirtschaft, Wohnen und Arbeiten sowie Tagebaufolgenutzung und arbeiteten anschließend Empfehlungen aus. Diese wurden auf der Abschlussversammlung am 21. August 2021 von der Bürgerversammlung zusammengeführt und verabschiedet. Von insgesamt 40 Empfehlungen beschloss die Bürgerversammlung insgesamt 21 Empfehlungen, die die größte Zustimmung aller Bürgerinnen und Bürger fanden.

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Leitfragen für die Bürgerversammlung

Die nachhaltige Flächennutzung der Region ist von zentraler Bedeutung. Nicht nur land- und forstwirtschaftliche Flächen sind im Rheinischen Revier knapp, sondern beispielsweise auch Flächen für den Naturschutz, industrielle Nutzungen oder für den Bau von Wohnhäusern. Mit dem Strukturwandel in der Region nimmt der Flächenbedarf zu. Darüber hinaus stellt sich die Frage nach der Folgenutzung der Tagebauflächen. Die zunehmende Bodenversiegelung begrenzt immer stärker die Erhaltung von natürlichen Ökosystemen. Andererseits steigt der Flächenbedarf für die Schaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen. Es gibt zahlreiche Nutzungskonkurrenzen im Rheinischen Revier. Deswegen sind Dialog und Diskussion zur zukünftigen Flächennutzung ein relevanter Beitrag im Strukturwandel.

Von April bis August 2021 kamen 48 zufällig ausgewählte Bürger und Bürgerinnen aus dem Rheinischen Revier als Bürgerversammlung BioökonomieREVIER zusammen, um über folgende Fragen vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Flächennutzung zu beraten:

  • Wie sieht für Sie ein lebenswertes Rheinisches Revier aus, in dem Sie in Zukunft gerne wohnen und arbeiten möchten?
  • Welche Rolle spielen dabei Landwirtschaft, Naturschutz, Klimaschutz und Landwirtschaftsschutz?
  • Wie können wirtschaftliche, ökologische und soziale Interessen dabei in Einklang gebracht werden?
  • Was kann die Bioökonomie dazu leisten?

Die Empfehlungen der Bürgerversammlung

Aus insgesamt 40 erarbeiteten Empfehlungen wurden 21 mit der größten Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger beschlossen. Diese wurden an verschiedenste Institutionen aus der Region weitergereicht. Einen detaillierten Überblick über die Ergebnisse der Bürgerversammlung erhalten Sie hier.

Naturschutz

Akzeptanz für Naturschutz fördern, Naturschutz als Bildungsziel

Landwirtschaft

Nachhaltige und ausgewogene Mischung der Flächennutzungen, Forschung über nachhaltige Methoden der Landwirtschaft, klimaneutrale Landwirtschaft, Priorität für Nahrungsmittelproduktion, landwirtschaftliche Flächen erhalten, klimaresiliente Nutzpflanzen

Wirtschaft und Arbeit

Naturverträgliches Wirtschaften, Arbeitsplätze im ausgewogenen Mix

Wohnen und Leben

Nutzung von Altbeständen und Nachverdichtung, Mehrgenerationenhäuser und Wohngemeinschaften, Förderung von Homeoffice-Räumlichkeiten und Co-Working-Spaces, Attraktivität der Region, Naherholung inkl. Informationszentren: Wahrung der Geschichte des Tagebaus neben sportlichen Schwerpunkten und Naturerlebnissen, Infrastruktur und Forschung

Die Empfehlungen des Bürgerrates umfassen auch solche Themen, die nur mittelbar mit Bioökonomie zu tun haben, aber unmittelbar zur Nachhaltigkeit in der Entwicklung des Rheinischen Reviers beitragen.

Ansprechpartnerin

Anke Krüger

Kommunikation

Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER

02461 61-85448

FZJ

Erklärt: was ist Bürgerbeteiligung?

Teilhabe oder Mitgestaltung der Bürger an einem Planungsund Entscheidungsprozess durch Information, Konsultation oder Kooperation.

Im Rheinischen Revier gibt es für die Umstellung auf bio-basiertes Wirtschaften einen eigenen Beteiligungsprozeß zum Thema Bioökonomie.

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