09.06.2026
Von der Bratwurst zum Millionen-Investment: Wie SenseUP die richtigen Partner fand
Manchmal braucht es nicht mehr als ein Barbecue, um eine erfolgreiche Partnerschaft zur Skalierung eines Start-ups zu starten. Georg Schaumann, Gründer des Start-ups SenseUp Bioscience, traf einen seiner wichtigsten Partner auf einem Grillabend gemeinsam mit Freunden und Freunden von Freunden. Wen genau er dort getroffen hat, wie heute DeepTech-Projekte auf dem Markt Erfolg haben können und weshalb er keine Angst vor großen Geschäftspartnern hat, erzählt er bei Alex Shandrovsky im „Investor Climate Podcast“.
Aus einem informellen Treffen kann eine echte Partnerschaft werden, das weiß Georg Schaumann aus erster Hand und rät, wenn es um die Suche nach den richtigen Investoren und Geschäftspartnern geht: „Verschwendet nicht die Zeit mit möglichen Partnerschaften, die sich von Anfang an merkwürdig schwierig oder ohne echtes Interesse anfühlen.“
Dann ist die richtige Ansprache wichtig. Geht es um die Vermarktung einer eigenen Idee, darf es nicht zu kompliziert sein: „Man muss in der Lage sein, alle seine Erkenntnisse auf den Punkt zu bringen und wissenschaftlich fundiert darzustellen“, erklärt Schaumann im Podcast. Es dürfe schon im Pitch wissenschaftlich sein – aber nicht zu wissenschaftlich, das habe er gelernt. Allerdings muss man das Wissen schon haben: „Wenn es dann Fragen gibt, dann muss man bei jeder einzelnen ins Detail gehen können und eine handfeste Erklärung haben.“
Darüber hinaus geht es im Gespräch um erreichte Meilensteine, den Schutz eigener Ideen und die Zusammenarbeit mit großen Partnern, ohne das eigene Geschäftsmodell direkt an sie zu verkaufen.
SenseUp entwickelt dsRNA-basierte biologische Pflanzenschutzlösungen, die nachhaltig und wirtschaftlich ist. Sie basiert auf einer patentierten Multiprodukt-Plattform, nutzen erneuerbare Ressourcen als Ausgangsstoffe und lassen sich über bestehende landwirtschaftliche Infrastruktur einsetzen. Das Unternehmen zeigt: Aus kleinen Ideen können regional und überregionale neue Wertschöpfungsketten entstehen, die über die Grenzen des Rheinischen Reviers heraus Strahlkraft entwickeln.
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Im gleichnamigen BioökonomieREVIER-Innovationslabor SenseUP arbeitet das Start-up bereits seit 2019 an der Skalierung der Präzisionsfermentation zur Herstellung ihrer Produkte für einen biologischen Pflanzenschutz in der Landwirtschaft.