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25.03.2026

Viele Projekte und ein Ziel: Warum das Rheinische Revier eine größere Klammer benötigt

Collage aus zwei Bildern: Links spricht Elke Hohmann an einem Mikrofon und gestikuliert. Rechts ist eine Landschaft mit einem Tagebau und gelb blühenden Pflanzen im Vordergrund zu sehen. © BioökonomieREVIER/Bernd Nörig/Sascha Kreklau

„Strukturwandel spricht sich leicht, ist aber extrem komplex.“ 

Elke Hohmann von der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) weiß: Die Herausforderungen sind groß im Rheinischen Revier, doch die Chancen noch größer! Eine neue wirtschaftliche Identität soll her, eine, die tragfähig, nachhaltig und zukunftsfähig ist. Und dafür, so erklärt Hohmann auf dem Regionalforum Bioökonomie 2026, organisiert von BioökonomieREVIER und Zukunftsagentur, „kann die Bioökonomie ein zentrales Konzept sein.“ 

Klar ist: Schon heute ist das Rheinische Revier als Modellregion für geschlossene Stoffkreisläufe im „Investitionsgesetz Kohleregion“ als Leitbild verankert. 595 Projekte seien schon bewilligt worden, erläutert Hohmann.
Aber: Einzelprojekte reichen nicht aus. Sie sind wichtig – bleiben aber in der Projektlogik verhaftet. „Es hat eine begrenzte Laufzeit, bewegt sich in einem definierten Förderrahmen und hat temporäre Strukturen“, so Elke Hohmann. Die Projekte selbst seien in ihrer Individualität nicht irrelevant: „Jeder Cluster, jede Initiative, jedes Miteinander hat berechtigte Alleinstellungsmerkmale.“

Die Einzelprojekte brauchen allerdings eine „größere Klammer“ – und das könnte wiederum die Bioökonomie liefern. Sie können zu einem „wirklich tragenden Pfeiler“ des Strukturwandels werden. „Dauerhaftigkeit“ und die „Verankerung einer zirkulären, biobasierten Wirtschaftsweise – vor allem in den Unternehmen der Region – seien das Ziel.

Für die Bioökonomie muss die Komfortzone verlassen werden

Dazu brauche es sicherlich „enormen Mut“ – und verlässliche Rahmenbedingungen. Diese zu schaffen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Begriff Bioökonomie müsse leichter und verständlicher erklärt werden, nahbar sein. Die Vorteile und Mehrwerte dieser Wirtschaftsweise für Unternehmen, Arbeitsplätze, das Wirtschaftswachstum und die Stabilität der Region müssen stärker hervorgehoben werden.

Dazu soll auch die neue Regionalstrategie dienen, die von BioökonomieREVIER und der Zukunftsagentur in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Rheinischen erarbeitet wird. „Wir müssen ganzheitlich denken, wir fallen sonst in unsere Kreise und Denksilos zurück“, warnt Hohmann. „Wenn wir gemeinsam etwas Neues schaffen wollen, dann müssen wir auch mal die Komfortzone verlassen und das Ökosystem neu denken.“

Text von Eva Johanna Onkels

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