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29.04.2026

Medizinalpflanzen - eine Chance für ehemalige Kohleregionen

Zwei Blüten im Fokus vor unscharfem grünem Hintergrund: Links eine leuchtend orangefarbene Kresseblüte mit dunkleren Adern und offenem Blütenzentrum, rechts eine gelbe Arnika mit vielen schmalen Blütenblättern und dichter Mitte. Beide stehen auf schlanken Stielen, seitlich versetzt, im Sonnenlicht. © pixabay

Wie können Sonderkulturen alten Kohleregionen zu neuem Leben verhelfen?

Darüber diskutierten Vertreter des DiP-Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten und BioökonomieREVIER in der Auftaktveranstaltung der Onlinereihe „Reviere im Dialog – DiP meets BioökonomieREVIER“. BioökonomieREVIER treibt die Entwicklung des Rheinischen Reviers zur Modellregion für die Bioökonomie voran. Parallel dazu arbeitet der DiP-Verbund im südlichen Sachsen-Anhalt an einer Modellregion für eine digitalisierte, klimaneutrale und wettbewerbsfähige Bioökonomie.

Landwirtschaftliche Sonderkulturen spielen eine zentrale Rolle in der Bioökonomie – deshalb lag hier der Fokus der ersten Veranstaltung. Ein Beispiel: Heil- und Medizinalpflanzen.

Aus ihnen können hochwertige Wirkstoffe für die Pharmaindustrie, die Gesundheitsbranche, die Lebensmittelherstellung und die Kosmetik gewonnen werden. Sie bieten hohe Wertschöpfungspotenziale, aber auch hohe Ausfallrisiken. Daher braucht es Kompetenz, gutes Timing, genügend Arbeitskräfte und starke Innovation.

Die hohe Forschungskompetenz beider Regionen ist dafür von Vorteil. Vier Projekte aus dem DiP-Verbund sowie die BioökonomieREVIER-Innovationslabore Circular PhytoREVIER und AgroInnovationLabs waren am Austausch beteiligt.

Transformationsmanagerin Franziska Herrmanns von BioökonomieREVIER ist zufrieden mit dem Austausch: „Es ist sehr erhellend, sich mit anderen Regionen auszutauschen und Einblicke in ihre Projekte zu bekommen. Man steckt sonst schnell in seinen eigenen Themen fest. Voneinander zu lernen, ist ein großer Treiber.“

Nach dem Auftakt soll es jetzt weitergehen – bei einem nächsten Treffen sollen Digitalisierung und Robotik im Vordergrund stehen.

Die Innovationslabore Circular PhytoREVIER und AgroInnovationLabs sind Teil des Innovationsclusters BioökonomieREVIER und werden gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Forschungsverbundes für eine Modellregion Bioökonomie im Rheinischen Revier.

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