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06.03.2026

Von Einzelprojekten zur Bioökonomie-Modellregion – Erkenntnisse aus dem Regionalforum

Gruppenfoto beim Regionalforum Bioökonomie 2026: Rund 80 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und regionalen Initiativen stehen gemeinsam auf einer Bühne in einer modernen Veranstaltungshalle. Hinter ihnen ist eine große Projektionsfläche mit der Aufschrift „Wirksam vor Ort – Regionalforum Bioökonomie 2026“ und dem Logo von BioökonomieREVIER zu sehen. © BioökonomieREVIER / Forschungszentrum Jülich / Bernd Nörig

Bioökonomie braucht dauerhaftes Handeln – jenseits von Denken in Einzelprojekten.

Das war der rote Faden des ersten Regionalforums Bioökonomie am 5. März, veranstaltet von BioökonomieREVIER in Kooperation mit der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH unter dem Motto „Wirksam vor Ort“.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es unabdingbar, regionale Strategien auf vielversprechende "biobasierte Bereiche und kritische Fähigkeiten" zu fokussieren, erklärte Jan-Philipp Kramer, Head of EU-Services bei der Prognos AG. Er nahm das von der EU entwickelte Konzept der ‚Smart-Specialisation-Strategien‘ in den Blick.

Hinter dem Begriff verbirgt sich ein einfaches Prinzip: Bioökonomie lässt sich in Regionen umsetzen, die klare Schwerpunkte setzen. „Wir müssen kritische Massen generieren, das gelingt nicht, wenn wir zu breit aufgestellt sind“, so Kramer.

Im Rheinischen Revier soll eine Strategie dazu beitragen, die zahlreichen Einzelprojekte und Aktivitäten, die auf eine Bioökonomie einzahlen, stärker miteinander zu verbinden. BioökonomieREVIER-Ideengeber Ulrich Schurr und Stephan Piotrowski aus dem Bereich Agrobusiness und Ressourcen bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier gaben Einblicke in den aktuellen Stand einer Strategieentwicklung für das Rheinische Revier. So kann aus den vielen Einzelprojekten eine Modellregion entstehen, die europaweit Strahlkraft entfalten kann. 

Wie sich solche Strategien in die unternehmerische Praxis umsetzen lassen, diskutierten in anschließenden Fachgesprächen Vertreterinnen aus den vielfältigen Branchen, die eine Bioökonomie im Rheinischen Revier braucht: aus der Chemie- und Kunststoffindustrie, der Bauindustrie, der Landwirtschaft und von Finanzgebern.

Im Austausch wurde deutlich: Bioökonomie braucht Zusammenarbeit: von Unternehmen und Landwirten, von Forschern und Kommunen und auch von der Zivilgesellschaft. Innovation darf nicht allein für eine neu erforschte Technologie stehen, sondern auch für neue Geschäftsmodelle und praxisnahe Anwendungen. So kann aus einzelnen Ideen ein dauerhaft wirksamer Beitrag für die Bioökonomie-Transformation im Rheinischen Revier entstehen.

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