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Jens Bröker
18.12.2019

Auf ein Wort: Jens Bröker

Der Revierknotenvorsitzende Agrobusiness & Ressource der Zukunftsagentur Rheinisches Revier und Geschäftsführer der Indeland Entwicklungsgesellschaft ordnet die Entwicklungen der vergangenen Monate und die Rolle von BioökonomieREVIER im Strukturwandelprozess ein. 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

der beschlossene Ausstieg aus der Verstromung der Braunkohle bis spätestens 2038 stellt das Rheinische Revier vor große Herausforderungen. Gleichzeitig birgt diese Herausforderung auch die einzigartige Chance, hier vor Ort - als Region - Konzepte und Lösungsbeiträge für die nachhaltige Gestaltung unserer zukünftigen Lebens- und Arbeitsweise zu entwickeln und direkt zu erproben. Dies ist in Zeiten von Klimawandel und der Übernutzung von Ressourcen eine notwendige Weichenstellung - für die Region an sich, aber auch als Modellregion für Energiesicherheit und ressourceneffizientes Wirtschaften und damit im wohlverstandenen Sinne für viele Regionen in Europa und weltweit.

Der Revierknoten Agrobusiness und Ressourcen nimmt in diesem Zusammenhang und in der engen Zusammenarbeit mit den anderen regionalen Potenzialfeldern eine zentrale Verantwortung wahr: es gilt Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz so mit Wertschöpfungsprozessen zu verknüpfen, dass neue Einkommensquellen und Arbeitsplätze entstehen und gleichzeitig unsere kostbaren Umweltressourcen - Böden, Wasser - geschützt werden. Nur dann wird es uns gelingen, langfristig den Wohlstand und eine lebenswerte Umwelt in der Region zu sichern.

In meiner Funktion als Revierknotenvorsitzender habe ich in den vergangenen Monaten den Prozess zur Entwicklung des Beitrags zum Thema Agrobusiness und Ressourcen zum ersten Entwurf des Wirtschafts- und Strukturprogramms koordiniert. Dabei hat mich die Chancenvielfalt in dem Thema außerordentlich beeindruckt; das Potenzial in der Region ist immens und wird nur noch durch das Engagement der beteiligten Akteure überboten. Nun gilt es diese Potenziale strukturwirksam weiter zu entwickeln und umzusetzen. Wissenschaftseinrichtungen, Kommunen, Unternehmen, Naturschutzverbände und die Zivilgesellschaft müssen auch in Zukunft weiter gemeinsam an der Ausgestaltung der thematischen Entwicklungslinien arbeiten. Dazu wird es auch weiterhin für jeden Interessierten die Gelegenheit geben, sich in offenen Diskussionsrunden und mittels Beteiligungsverfahren einzubringen. Auf diese Weise sollen die verschiedenen Interessengruppen ihre Ideen einbringen, gemeinsam weiterentwickeln und die besten Ergebnisse für die Region erzielen.

In diesem komplexen Geflecht von Interessen und Themen bildet das Projekt BIoökonomoeREVIER mit seinen zahlreichen Aktivitäten mit allen Akteursgruppen das Rückgrat für die Bioökonomie-bezogene Themen im Revierknoten Agrobusiness und Ressourcen. BioökonomieREVIER führt sehr effizient und transparent die Akteursgruppen zusammen und leistet für die Ableitung von aussichtsreichen Entwicklungspfaden wichtige Informations-, Koordinations- und Netzwerkfunktionen. Die Vernetzung entlang der verschiedenen Akteursgruppen an den thematischen Schnittstellen von Bioökonomie, Digitalisierung und erneuerbaren Energiesystemen sowie zu den anderen Revierknoten wird auch langfristig eine entscheidende Rahmenbedingung für einen erfolgreichen Strukturwandel sein. Der integrative Charakter von BioökonomieREVIER ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal im aktuellen Prozess. BioökonomieREVIER ist damit ein Vorreiter bei der Entwicklung einer kohärenten Regionalstrategie, die in Kombination mit der flächenhaften Wirksamkeit ein gutes Beispiel darstellt wie der Transformations- und Entwicklungsprozess einer ganzen Region gestaltet werden kann.

Die Erfahrungen der letzten Wochen machen mich zuversichtlich, dass der Strukturwandel im Rheinischen Revier erfolgreich sein wird. Dabei sind Initiativen wie BioökonomieREVIER Treiber und Gestalter der Veränderungen. Alle sind gefordert, sich an den Aktivitäten im Revierknoten und in BioökonomieREVIER zu engagieren, damit das regionale Potenzial genutzt wird, um unseren Wohlstand zu erhalten und unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen.

Herzlichst,

Ihr Jens Bröker

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