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07.12.2021

Innovationslabore BioökonomieREVIER: Cluster "Innovative Landwirtschaft" wird weiter gefördert

alt © Forschungszentrum Jülich/Ralf-Uwe Limbach

Mit der Gründung des BioökonomieREVIERS zu Beginn 2020 gingen auch 15 "Innovationslabore" an den Start. Sie sollen im Strukturwandel im Rheinischen Revier den schnellen Transfer neuer, biobasierter Verfahren aus unterschiedlichen Bereichen der Wissenschaft in die Wirtschaft ermöglichen – basierend auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit.

Der scheidende Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Thomas Rachel MdB überbrachte jüngst im Beisein von NRW-Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Dirk Günnewig einen Bescheid über 10 Millionen Euro: Damit werden zunächst sechs der Labore in einem Innovationscluster "Innovative Landwirtschaft" (InnoLa) bis zu fünf Jahre weiter gefördert. Die Mittel stammen aus dem Regelprogramm der Bundesregierung für den Strukturwandel in den Braunkohlerevieren. Die Initiative BioökonomieREVIER ist am Forschungszentrum Jülich angesiedelt und eine zentrale Maßnahme, mit der aus der Wissenschaft heraus der Strukturwandel gestaltet wird.

"Vor fast zwei Jahren haben wir den Grundstein dafür gelegt, dass im Rheinischen Revier eine Modellregion für eine nachhaltige Bioökonomie von nationaler und internationaler Strahlkraft entsteht", sagte Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel bei der Überreichung der Urkunde. "Der heutige Tag ist der Auftakt für eine ganze Reihe von Projektförderungen für eine nachhaltige und klimaneutrale Bioökonomie, mit denen wir die Region für die Zeit nach dem Ausstieg aus der Kohleförderung zukunftsfähig machen wollen. Das ist auch ein wichtiger Schritt, um in der Region neue Arbeitsplätze zu schaffen."

"Der Strukturwandel im Rheinischen Revier wird gelingen, wenn wir es schaffen, die Forschungs- und Innovationskraft der Region zu nutzen und in neue Wertschöpfung und Arbeitskräfte zu übersetzen", ist Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, überzeugt. "Das BioökonomieREVIER zeigt eindrucksvoll, welche Potenziale im Rheinischen Revier zu heben sind, wenn Wirtschaft, Wissenschaft und Region zusammenarbeiten. Zugleich ist es ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Forschung das Leben der Menschen verändert und verbessert."

Zum Innovationscluster "Innovative Landwirtschaft" gehören folgende Labore, in denen mit verschiedenen Projektpartnern gearbeitet wird: BrainergyLab (Test- und Entwicklungslabor für Agrarrobotik, Präzisionslandwirtschaft, digitale Systeme und künstliche Intelligenz); DG-RR (Digitales Geosystem Rheinisches Revier); CircularPhytoRevier (Integrierte Wertschöpfung mit Anbau und Verwertung von Kräuter-, Heil- und Medizinalpflanzen); AgroInnovationLabs (Feldlabore für ressourceneffiziente Pflanzenproduktion und alternative Landwirtschaft); AgriFEe ( Agro-Food-Energy Park – Kopplung von Pflanzenproduktion und Photovoltaik) sowie AlgaeFertilizerBox (Rückgewinnung von Dünger aus nährstoffbelasteten Abwässern aus Kommunen und Landwirtschaft mit Algen-Containern).

Das Cluster "Innovative Landwirtschaft" ist das erste von drei Clustern, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im BioökonomieREVIER gefördert werden. Neun weitere Innovationslabore sollen in einem weiteren Schritt in den Innovationsclustern "Integrierte Bioraffinerie" sowie "Biotechnologie und Kunststofftechnik" gefördert werden. Der Koordinator der drei Innovationscluster, Prof. Ulrich Schurr, Direktor des Jülicher Instituts für Pflanzenwissenschaften und Initiator von BioökonomieREVIER, gab seiner Freude Ausdruck, dass damit die bislang geleistete Arbeit im BioökonomieREVIER gewürdigt und fortgesetzt wird: "Wir nehmen die Herausforderung des Strukturwandels an und wollen mit der nachhaltigen Bioökonomie wichtige Beiträge zu Arbeit und Beschäftigung und zum Aufbau innovativer Perspektiven leisten."

Mehr Informationen

Institut für Pflanzenwissenschaften am Forschungszentrum Jülich

Youtube: BioökonomieREVIER: Cluster „Innovative Landwirtschaft“ wird weiter gefördert

 

Bild: Bis zu fünf Jahre werden Projekte im Innovationscluster „Innovative Landwirtschaft“ gefördert. Bei der Bescheidübergabe dabei (v.re.): Prof. Frauke Melchior, Vorständin am Forschungszentrum Jülich, Thomas Rachel, Prof. Ulrich Schurr und Dr. Dirk Günnewig.

 

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