01.06.2026
Himmelblaue Blüten, großes Potenzial - neue Wertschöpfungen mit Flachs
Flachs prägte das Rheinische Revier über viele Jahrhunderte. Heute ist davon in unserer Region kaum noch etwas sichtbar, obwohl sie in Frankreich, Belgien und den Niederlanden weiter angebaut wird. In der alten Kulturpflanze steckt bis heute spannendes Wissen für die Bioökonomie!
Flachs ist vielseitig nutzbar, vor allem als Faserpflanze. Forschende des Forschungszentrums Jülich nutzten bei einem Austausch mit dem Beeker Flachsmuseum die Gelegenheit und arbeiteten in dem historischen Museum mit diesem interessanten Rohstoff. Mit dabei: BioökonomieREVIER-Faserexpertin Dr.-Ing. Theodosia Kourkoutsaki.
Dabei wurde deutlich: Das traditionelle Wissen rund um die Flachspflanze und ihre Verarbeitung lässt sich auch für moderne bioökonomische Wertschöpfungsketten nutzen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg endete auch die Zeit der Flachsverarbeitung in der Region. Das Museum entstand in den 80er-Jahren aus alten Maschinen und Werkzeugen, die im Laufe der Zeit auf Höfen in der Region entdeckt und bewahrt wurden. Heute hält es ein Stück regionaler Industrie- und Handwerksgeschichte lebendig.
Doch der gemeinsame Blick geht nicht nur zurück. Künftig könnten dazu gemeinsame Veranstaltungen und Vorführungen rund um die Verarbeitung von Flachs entstehen. Darüber sprachen Vertreter des Museums, des Forschungszentrums und BioökonomieREVIER bei einem Austausch in Jülich.
Außerdem haben wir vier historische Flachssorten aus einem Citizen-Science-Projekt erhalten. Wir freuen uns schon jetzt auf die himmelblauen Blüten.