20.09.2025
Supercomputer Jupiter eingeweiht – auch die Bioökonomie profitiert von der Exascale-Power
Supercomputer, künstliche Intelligenz und Bioökonomie – wie passt das zusammen? Der neue Jülicher Supercomputer Jupiter zeigt, dass viele wissenschaftliche Felder und Projekte von leistungsstarken Rechnern und KI profitieren können.
Mit der Einweihung des Supercomputers Jupiter am 5. September im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz machte das Forschungszentrum Jülich einen weiteren Schritt in die Zukunft – auch für die Bioökonomie. Jupiter ist ein sogenannter Exascale-Rechner. Er schafft eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde. Jupiter ist damit gut fünf Millionen Mal so schnell wie ein handelsüblicher Rechner!
Diese Rechenleistung hilft auch zukünftig der post-fossilen, biobasierten Wirtschaftsweise: Das BioökonomieREVIER-Innovationslabor Circular PhytoREVIER erforscht, wie Heilpflanzen, zum Beispiel die Arnika, im Rheinischen Revier effizient angebaut werden können. Ein Problem: Die Pflanzen blühen auf dem Acker nicht alle gleichzeitig. Während einige Blüten noch geschlossen sind, sind andere bereits erntereif oder verwelkt. Hier kann Jupiter künftig helfen. Eine KI erkennt mithilfe einer Kamera, wann der beste Zeitpunkt für die Ernte ist. So lässt sich eine optimale Wirkstoffausbeute erzielen.
Nicht nur Ernteerträge können durch den gezielten Einsatz von KI verbessert werden – auch im Bereich der Chemieindustrie. So profitiert auch das Innovationslabor AutoBioTech ebenfalls von Jupiter. In der modernen Industrie lassen sich mithilfe von Bakterien oder Pilzen viele Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen. Um diese Prozesse noch effizienter zu gestalten, müssen Fachleute verstehen, was genau in den Mikroorganismen passiert. Von Jupiter berechnete Computermodelle können helfen, diese Frage zu beantworten.
So eröffnet der Supercomputer auch neue Möglichkeiten für die Bioökonomie im Rheinischen Revier.