27.11.2025
InnoWert-Projekt: Regionale Pflanzen – überregionaler Erfolg!
Die Gemeine Nachtkerze und die Kleine Bibernelle – zwei Lausitzer Pflanzen sorgen auch im Rheinischen Revier für Freude. Denn wir von BioökonomieREVIER freuen uns mit unserem Partner, dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), über den erfolgreichen Projektabschluss von InnoWert!
Die Wissenschaftler aus der Lausitz und Jülich forschten an der Gemeinen Nachtkerze und der Kleinen Bibernelle. Die Wildkräuter sind in der Lausitz heimisch und gelten als mögliche nachhaltige Ressource für die Landwirtschaft, den Pflanzenbau, die Kosmetik- und die Chemieindustrie.
Zusammen mit den Partnern von Circular PhytoREVIER, einem BioökonomieREVIER-Innovationslabor, hatten die Forschenden neue Wertschöpfungsketten mit diesen Pflanzen in den Blick genommen.
Am Institut für Pflanzenwissenschaften des Forschungszentrum Jülich beobachteten Forscher, welche Nachtkerzen-Genotypen besonders gut auf die trockenen Standorte in der Lausitz wachsen. Außerdem untersuchten die Jülicher Wissenschaftler, ob die Pflanzen auch dichtere Böden gut vertragen.
Den Forschenden gelang es zu zeigen, wie unterschiedliche Nachtkerzen-Genotypen auf Trockenheit reagieren. Darüber hinaus, dass das Samenmehl der Bibernelle vielversprechende Wirkung gegen den Bodenpilz Rhizoctonia solani zeigt und somit als effektives, umweltfreundliches Pflanzenschutzmittel dienen könnte. Schlussendlich konnten die Forscher nachweisen, dass beide Pflanzen robust gegenüber Bodenverdichtung sind – sie können auch an anderen Standorten gut wachsen.
Die Wildpflanzenforschung in der Lausitz ist somit einen großen Schritt vorwärtsgegangen. Wir freuen uns gemeinsam mit der Land-Innovation-Lausitz, dem IGZ dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME und dem Fraunhofer UMSICHT über den gemeinsamen Erfolg des Forschungsprozesses.