14.11.2025
Ein Dorf erwacht – wie die Bioökonomie Bürgewald neues Leben einhaucht
Wie belebt man ein Dorf, das fast verschwunden wäre? Diese Frage stellt sich in Merzenich-Bürgewald – ehemals Morschenich-Alt.
Wir von BioökonomieREVIER setzen mit unserem Profilortkonzept für Bioökonomie in Bürgewald genau dort an. Wie können Gebäude und Flächen fit für die Zukunft gemacht werden? Was benötigen Start-ups, um sich im Dorf anzusiedeln? Welche Häuser und Objekte können ertüchtigt werden?
Gemeinsam mit dem Planungsbüro stadtland IMPULS aus Köln und im engen Austausch mit der Gemeinde Merzenich hat die intensive Arbeit an einem Konzept begonnen, das Bürgewald in einen Ort verwandeln soll, in dem biobasiertes Wirtschaften erlebbar wird.
Bioökonomie ist bereits im Masterplan für das Dorf fest eingeplant.
Wir gehen als Vorreiter voran, starten die ersten praktischen Anwendungen vor Ort und ziehen selbst dort ein: In wenigen Wochen werden Sie unsere Büroräume auf der ehemaligen Reitanlage Neesenhof finden. „Wir sind Teil der Dorfentwicklung“, sagt Christian Wirtz, Transformationsmanager für die Region bei BioökonomieREVIER, zum Start des Vorhabens. Während sich die Gemeinde auf Fragen wie Infrastruktur, Energie, Wärmeversorgung und Wohnraum konzentriert, schauen wir auf wirtschaftliche Aktivitäten. Wir wollen dabei helfen, neue Produktionsketten in den Ort zu holen. „Wir bringen Innovationen für neue Geschäfts- und Arbeitsmodelle ein“, erklärt Wirtz.
Rheinischer Acker zeigt Vielfalt der Landwirtschaft
Einige Projekte setzen wir jetzt schon um: etwa unseren „Rheinischen Acker“ auf dem Gelände des Neesenhofs. Er soll die Vielfältigkeit der Landwirtschaft im Rheinischen Revier zeigen – als Lieferant für Lebensmittel, Tierfutter und Rohstoffe für die Industrie. In der ehemaligen Reithalle und den zugehörigen Wirtschaftsräumen sollen die technischen Voraussetzungen für die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe geschaffen werden. Daher legt das Konzept einen besonderen Schwerpunkt auf innovative Agrartechnik sowie Wege, agrarische Roh- und Reststoffe mit Mehrwert weiterzuverarbeiten.
In einem ersten Auftakt werden nun junge Architekturstudierende Entwürfe für den „Ort der Zukunft“ gestalten. Dazu gab es bereits eine Ortsbegehung. „Es handelt sich um einen offenen Prozess“, betont Christian Wirtz.
Wir freuen uns, diesen Wandel aktiv mitzugestalten – wir halten Sie hier auf dem Laufenden.