Exzellente Wissenslandschaft für Bioökonomie

Berichte und Dialog

Wissenschaftsjahr: Innovationslabor AlgaeSolarBoxes beim Bioökonomie-Camp 2021

04.10.2021

Beim Bioökonomie-Camp 2021 kamen junge Talente aus Hochschulen, Stiftungen und Forschungseinrichtungen zusammen, um über visionäre Forschungsideen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu diskutieren. Ausgerichtet wurde das Event vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von der Universität Hohenheim im Rahmen des Wissenschaftsjahrs für Bioökonomie.

Der Nachwuchswissenschaftler Dr. Vitalij Dombinow vom Innovationslabor "AlgaeSolarBoxes" der Initiative BioökonomieREVIER aus dem Forschungszentrum in Jülich war mit von der Partie beim Camp. Er präsentierte dort das eigens entwickelte und mit Solarpanelen ausgestattete Containersystem zur Algenproduktion mit Abwasserreinigung.

Das Prinzip dieser "AlgaeSolarBoxes" basiert auf der Aufarbeitung und der Wiederverwertung von Nährstoffen aus Abfallströmen. Aus Abwasser lassen sich beispielsweise bis zu 90 % des Phosphats auf diese Weise entfernen und als biobasierten Dünger wieder nutzbar machen.

Mehr über das Innovationslabor Algae Solar Boxes

Bioökonomie CAMP 2021 - Die Forschungsconvention im Wissenschaftsjahr

 

ARTE Dokumentation: "Die grüne Revolution: Bio statt Kohle und Öl?"

27.09.2021

Die Bioökonomie soll die großen Probleme unserer Zeit lösen: Klimawandel, Artensterben, Pestizide, ausgelaugte Böden. Aber schafft sie das wirklich? Und was bedeutet überhaupt der Begriff „Bioökonomie“ ? Die Dokumentation schaut kritisch auf die grünen Versprechen von Wissenschaft, Industrie und Politik.

Plastik aus Holz oder Bioabfällen, Ersatzfleisch aus Hülsenfrüchten, Fischfutter aus Insektenlarven, Biodiesel aus Stroh – die Innovationen der Bioökonomie sind nicht automatisch grüner und nachhaltiger. Denn nachwachsende Ressourcen müssen produziert werden und das birgt Gefahren: Flächenfrass, die Zerstörung der letzten verbliebenen natürlichen Ökosysteme, eine noch umfassendere Ökonomisierung der Natur.

An der Dokumentation beteiligt waren unter anderem Forschende aus dem BioökonomieREVIER: Ulrich Schurr und Nick Wierckx vom Forschungszentrum Jülich sowie Jörn Viell von der Verfahrenstechnik an der RWTH Aachen. Sie erklären beispielhaft Ansätze, wie eine erdölbasierte Marktwirtschaft auf nachwachsende Ressourcen im Rheinischen Revier umgestellt werden kann.

Eine ARTE Dokumentation von Max Lebsanft

Erstausstrahlung: 23. Oktober 21:50 h, verfügbar in der ARTE Mediathek bis zum 20.01.2022

Zum Beitrag in der ARTE Mediathek

 

 

Vom Einsatz der Verfahrenstechnik für die Bioökonomie

© Atelier für Mediengestaltung/ Tobias Kern

24.06.2021

In unserer Webgeschichte erfahren Sie, wie pflanzliche Biomasse und biogene Reststoffe, etwa aus der Süßwarenindustrie, in neue Grundstoffe umgewandelt werden können. Diese sind dann in der Chemie-, Kunststoff- und Pharmaindustrie einsetzbar. Für diese Umwandlung kommen verfahrenstechnische Prozesse zur Anwendung.

Weitere Geschichten zu den breitgefächerten Themen rund um die Bioökonomie finden Sie - leicht verständlich erklärt - auf unserer Webseite im Bereich Jugend & Bildung in der rechten Randspalte.

Zur Webgeschichte

 

Talk-​Thema bei Karliczek.Impulse: Mikroorganismen und Enzyme

24.06.2021

In der jüngsten Diskussion von Ministerin Karliczek zum Wissenschaftsjahr standen die winzigen Biotech-​Stars im Rampenlicht.

Der Einsatz von Enzymen in der Bioindustrie hilft, Rohstoffe zu schonen, Abfallströme zu reduzieren, CO2-​Emissionen und Produktionskosten zu senken. Der Jülicher Forscher Prof. Jaeger zitierte eine EU-​Studie, nach der der Einsatz von Enzymen in Waschmitteln, Textilien und Kosmetik bis zu 42 Millionen Tonnen CO2 einsparen kann.

Zum Beitrag auf der Plattform Biooekonomie.de

Thinktank BioBio SUV: Von der Nachhaltigkeit der Bioökonomie

22.06.2021

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2021 möchten Sebastian Jung und sein Team das Thema der Bioökonomie mit dem Kunstprojekt „Bio Bio SUV“ aufgreifen, um andere Blickwinkel auf die Bioökonomie anzubieten. Ein Thinktank aus zehn Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ergänzt die emotionale Haltung des Künstlers.

Sebastian Jungs Zeichnungen haben wenig mit den häufig mit der Bioökonomie assoziierten Bildern zu tun. Sie stellen alltägliche Situationen dar, die dennoch eine gesellschaftliche Allgemeinsituation wiederspiegeln. Diese Art der Auseinandersetzung ermöglicht einen emotionaleren Zugang zur Bioökonomie und lenkt ab vom technischen Diskurs, zu dem die breite Öffentlichkeit im Alltag kaum Zugang hat. Durch den Thinktank aus zehn Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen wird dem künstlerischen Ansatz des Projektes auch eine wissenschaftliche Perspektive verliehen. Prof. Ulrich Schurr, Leiter des Instituts für Pflanzenwissenschaften am Forschungszentrum Jülich, ist mit von der Partie. Erfahren Sie mehr über sein Verständnis von der Nachhaltigkeit der Bioökonomie.

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10 Jahre Erfolgsgeschichte mit Potenzial – Bioeconomy Science Center für eine nachhaltige Bioökonomie

10.03.2021

Seit zehn Jahren bündeln das Forschungszentrum Jülich, die Universitäten Bonn und Düsseldorf sowie die RWTH Aachen im Bioeconomy Science Center (BioSC) ihre Kompetenzen für eine systemische und integrierte Bioökonomieforschung.

Beim 5. BioSC Symposium am 5. März wurden erfolgreiche Projekte vorgestellt und neue Entwicklungen und Herausforderungen in den Blick genommen sowie erstmals der Christian-Patermann-Preis überreicht.

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Jubiläumsschrift

Sensornetzwerk für eine wetter- und klimaresiliente Landwirtschaft im Rheinischen Revier

08.03.2021

Blogbeitrag von Jülicher Forschern vom Institut für Agrosphäre zum Aufbau eines digitalen Vorhersagesystems für das "Bodenwetter" in der Region - für Landwirte, Entscheidungsträger aus der Agrarwirtschaft, Gärtner und weitere Interessierte.

Ein angewandtes Projekt aus der Helmholtz-Forschung in Kooperation mit dem Innovationslabor BioökonomieREVIER „Digitales Geosystem Rheinisches Revier“ (DG-RR).


Der Artikel ist erschienen im Blog Bioökonomie des Instituts für Bio- und Geowissenschaften am Forschungszentrum Jülich.

Zum Blog

Zum Innovationslabor DG-RR

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Innovationslabor AutoBioTech: Publikation über Automatisierung rationaler Stammkonstruktion erschienen

© Forschungszentrum Jülich

17.02.2021

Innovative Produkte und Verfahren der Bioökonomie benötigen maßgeschneiderte Mikroorganismen. Diese mittels gentechnischer Methoden zu erzeugen, ist heutzutage nach wie vor meist noch mühevolle, kleinteilige Laborarbeit.

Um dies zu ändern, hat das Innovationslabor AutoBioTech der Initiative BioökonomieREVIER einen automatisierten Workflow zur mikrobiellen Stammkonstruktion entwickelt und in der Region zum Einsatz gebracht.

Jetzt ist hierzu eine wissenschaftliche Publikation in ACS Synthetic Biology erschienen.

 

Referenz

Niklas Tenhaef, Robert Stella, Julia Frunzke, and Stephan Noack: Automated Rational Strain Construction Based on High-Throughput Conjugation.

ACS Synthetic Biology, 2021, https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acssynbio.0c00599

Mehr hierzu auf der Webseite des Instituts für Biotechnologie, Forschungszentrum Jülich

Forschungsjubiläum: 10 Jahre Bioeconomy Science Center

© Forschungszentrum Jülich

27.10.2020

Vor einem Jahrzehnt unterschrieben die RWTH Aachen, die Universitäten Bonn und Düsseldorf und das Forschungszentrum Jülich den Gründungsvertrag für das Bioeconomy Science Center, kurz BioSC. Sie begründeten damit eine institutionen- und disziplinenübergreifende Zusammenarbeit für die Transformation zu einer nachhaltigen Bioökonomie, die bis heute einzigartig ist. Nicht zuletzt aus der wissenschaftlichen Stärke des BioSC hat sich die Initiative BioökonomieREVIER entwickelt.

Heute hat sich das BioSC zu einem namhaften Kompetenzzentrum für Bioökonomieforschung in Deutschland und Europa entwickelt, aus dem zahlreiche Lösungsbeiträge durch integrative Forschungsprojekte erarbeitet und disziplinübergreifende Ausbildungsansätze umgesetzt worden sind.

Das Konzept einer „Knowledge-based Bio-Economy“ (KBBE) als Treiber für eine wettbewerbsfähige und zugleich nachhaltige Wirtschaft wurde erstmals 2005 von der Europäischen Kommission formuliert. Im Jahr 2007 bewerteten Experten aus Akademia und Industrie in dem so genannten „Cologne Paper“ die Perspektiven für eine wissensbasierte Bioökonomie. Unter anderem wiesen sie auf einen erheblichen Bedarf an interdisziplinärer Forschung und Ausbildung sowie auf die wichtige Rolle der Gesellschaft hin. Das Land NRW etablierte dann Ende 2007 ein KBBE-Büro mit Dr. Dr. h.c. Christian Patermann, dem ehemaligen Leiter der Direktion Forschung bei der Europäischen Kommission und „Vater“ der KBBE, das die Landesregierung in diesem „emerging field of research and innovation“ beraten sollte.

In Nordrhein-Westfalen wurde die Bedeutung der wissensbasierten Bioökonomie von Forschungseinrichtungen und Universitäten früh erkannt, so dass bereits 2005 erste Gespräche starteten, wie man hier ein übergreifendes Konzept umsetzen könnte. Die Idee, ein Kompetenzzentrum für Bioökonomieforschung zu gründen, entwickelte sich aufgrund von wissenschaftlicher Exzellenz, hohen Synergiepotenzialen und Kooperationen in bioökonomierelevanten Forschungsfeldern, die bereits zwischen dem Forschungszentrum Jülich, den Universitäten Bonn und Düsseldorf und der RWTH Aachen existierten. Im Sinne des „Cologne Papers“ erarbeiteten diese vier Partner ein Konzept zur disziplinenübergreifenden Bündelung ihrer Kompetenzen.

Ende September 2010 wurde dann der Gründungsvertrag für das Bioeconomy Science Center unterzeichnet– im gleichen Jahr, in dem die Bundesregierung die Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 verabschiedete. 2013 schlossen der Bund und das Land NRW eine Vereinbarung, die Entwicklung des BioSC gemeinsam über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren zu unterstützen. Seit 2013 wird der Forschungsverbund im Rahmen des NRW-Strategieprojekts BioSC gefördert.

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10 Jahre BioSC

 

Ehrgeizige Ziele formuliert bei Workshop des Revierknoten Bildung & Innovation

26.08.2020

Austausch der Netzwerkgruppe "Bildung für Nachhaltige Entwicklung", BNE, am 20.8.2020 im Forschungszentrum in Jülich

Im Rahmen des BNE-Netzwerktreffens wurde neben diesem ehrgeizigen Ziel auch einige weitere aufgestellt. Umgesetzt wurde die Veranstaltung vom Revierknoten Innovation und Bildung in Kooperation mit BioökonomieREVIER. Die Teilnehmenden, u.a. aus verschiedenen Bildungsbereichen, Verwaltung und Zivilgesellschaft haben sich produktiv zu Strukturthemen, den Anforderungen an das Wirtschafts- & Strukturprogramm (WSP 1.1) und Projektideen ausgetauscht.

Region Aachen/BNE

Innovationslabor SenseUp_Prot: Publikation in Microbiall Cell Factories

© SenseUp

21.01.2020

Die junge SenseUp GmbH stellt mikrobielle Produktionsstämme her. Hier werden Mikroorganismen entwickelt, die in fermentativen Verfahren aus nachwachsenden Rohstoffen, wie z.B. Rübenzucker oder Melasse, andere natürliche Substanzen herstellen, die in der Futter- und Lebensmittelindustrie oder im pharmazeutischen Bereich eingesetzt werden.

Die Entwicklung solcher Mikroorganismen ist sehr komplex und zeitaufwendig. SenseUp hat hierfür eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, mit Hilfe der natürlichen Evolution sehr schnell solche Stämme zu erzeugen, die genau die benötigten Eigenschaften haben

Im Rahmen des Innovationslabors SenseUP_Prot ist jetzt hierzu eine wissenschaftliche Publikation in Microbial Cell Factories erschienen.

 

Referenz

Sarah Jurischka, Astrid Bida, Doris Dohmen-Olma, Britta Kleine, Janko Potzkei, Stephan Binder, Georg Schaumann, Patrick J. Bakkes & Roland Freundl: A secretion biosensor for monitoring Sec-dependent protein export in Corynebacterium glutamicum.

Microbial Cell Factories, 2020, Publikation

SenseUP GmbH

BioökonomieREVIER@BioSC-Symposium

29.11.2019

BioökonomieREVIER hat in Köln im Rahmen des Internationalen BioSC-Symposiums seinen integrativen Ansatz für die Entwicklung einer Regionalstrategie Bioökonomie einem wissenschaftlichen Publikum vorgestellt.

BioSC Symposium

 

Ansprechpartner

Dr. Christian Klar

Leitung

Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER

02461 61-4230

Eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Wir sind dabei!

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2020 wird das Konzept der Bioökonomie mit all seinen Potenzialen und Herausforderungen erlebbar.

Mehr zu Veranstaltungen, Projekten und vieles weitere findet sich hier: www. wissenschaftsjahr.de

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