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08.12.2020

Helmholtz-Schülerkongress DIGITAL zu „Bioökonomie, Nachhaltigkeit und Strukturwandel“

alt Forschungszentrum Jülich/ JuLab

„Die gemeinsame Gestaltung der Zukunft“ war das große Thema beim erstmalig digital durchgeführten Helmholtz-Schülerkongress für Oberstufenschüler und -schülerinnen. Durchgeführt wurde die Veranstaltung des Forschungszentrums Jülich gemeinsam vom Schülerlabor JuLab, dem Institut für Pflanzenwissenschaften IBG-2, der Strukturwandel-Initiative BioökonomieREVIER und der Stabsstelle Zukunftscampus (ZC) vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Strukturwandels im Rheinischen Braunkohlerevier.

Forschung und Innovation bilden den Motor für einen Strukturwandel im Sinne der nachhaltigen Entwicklung. Genauso wichtig sind aber auch nachhaltige Aktivitäten jedes Einzelnen und Beteiligungsmöglichkeiten. Daher kamen neben Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus dem Forschungsbereich der Bioökonomie natürlich auch die Schüler zu Wort.

Über das Online-Umfragetool Mentimeter konnten die Schüler an allen Terminen ihre Meinungen, ihre Ideen und ihr Wissen über ihre Smartphones eingeben. Die Ergebnisse wurden in Echtzeit in bunten Wortwolken und Diagrammen präsentiert und diskutiert.

An drei aufeinanderfolgenden Onlineterminen spannten Anne Fuchs-Döll und Angela Ertz vom Schülerlabor JuLab, Leonie Göbel von BioökonomieREVIER sowie Regina Eich-Brod und Ellen Kammula von der Stabsstelle Zukunftscampus (ZC) des Forschungszentrums Jülich einen interaktiven Bogen von der Bioökonomie-Forschung in der Region über Nachhaltigkeit im Alltag bis hin zu Gestaltungsmöglichkeiten im Strukturwandel.

 

„Was beinhaltet Nachhaltigkeit für euch?“ wurde einmal zu Beginn des ersten und noch einmal am Ende des dritten Veranstaltungstermins abgefragt und rahmte damit die Beiträge der Wissenschaftler zu aktuellen Projekten im Bereich Bioökonomie ein. Diese waren nicht nur spannend, sondern verdeutlichten auch die wichtige Rolle des Forschungszentrums Jülich im Strukturwandel:

• Vom Reststoff zum Wertstoff (IBG-1): Stephan Noack
• Agrophotovoltaik (IBG-2): Matthias Meier-Grüll
• Bodenatlas (IBG-3): Patrizia Ney, Alexandre Belleflamme
• Zu schade für den Kompost (IBG-4): Anika Wiese-Klinkenberg

Im anschließenden Livechat gab es angeregte Diskussionen zwischen Schülern und Forschenden zu den dargestellten Forschungsthemen, aber auch zu grundsätzlichen Fragestellungen wie „Könnte es sein, dass irgendwann einmal „ausgeforscht“ ist?“, oder zum Strukturwandel wie „Reichen die erneuerbaren Energieträger beim geplanten Ende der Braunkohleverstromung aus?“.

Wie auch Schüler schon aktiv werden können und tatsächlich ganz eng mit den Forschenden zusammenarbeiten, zeigten Schüler der Waldschule Eschweiler und des Dalton-Gymnasiums Alsdorf aus dem Projektkurs ‚Bioökonomie‘ von BioökonomieREVIER und JuLab in einem selbstproduzierten Podcast und einer Präsentation.

Zusätzlich wurden Praktikums-, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten sowie einige konkrete Beispiele für Bürgerbeteiligungsportale zu Strukturwandel und Nachhaltigkeit im Rheinischen Revier und darüber hinaus. vorgestellt. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine persönliche Einschätzung der eigenen Kompetenzen, den nachhaltigen Strukturwandel zu gestalten. Alle Teilnehmenden konnten das über einen Test für sich selbst herausfinden. Das Gruppenergebnis zeigte die Anteile von Machern, Analytikern, Kreativen und Kommunikatoren unter den Teilnehmenden. Letztlich werden alle Rollen im Strukturwandel gebraucht.

Die große Botschaft, dass „Change“ zugleich „Chance“ beinhaltet, die jeder auf seine Art ergreifen kann, fasste die Veranstaltungsreihe des Helmholtz-Schülerkongress DIGITAL am Ende zusammen.

 

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