Strukturwandel als Chance für nachhaltige
Regionalentwicklung

Berichte und Dialog

BioökonomieMOBIL: Eine Feuertaufe im Regen

© AfM/ Frank Doering

22.09.2021

Für einen lebensnahen Austausch hat die Koordinierungsstelle mobile Ausstellungs- und Erlebnisorte in Form von Tiny Houses entwickelt. Mit Augmented Reality Modellen und Hands-On-Exponaten wird Besucherinnen und Besuchern gezeigt, wie der Strukturwandel im Rheinischen Revier – einem der größten Braunkohlegebiete Europas – gestaltet wird.

Nach einer langen Zeit präsenzfreier Veranstaltungen tourte nun eins der Tiny Houses anlässlich des 75. Geburtstags von Nordrhein-Westfalen zu einem Bürgerfest nach Düsseldorf. Trotz Regen und Sturm: Die Tiny Houses sind einsatzbereit! Die Premiere hat gezeigt, dass wir Bürgerinnen und Bürgern in der Region das Potenzial der nachhaltigen Bioökonomie als neuartige Wirtschaftsform näher bringen können - und dies dank der Tiny Houses auf eine interaktive und leicht verständliche Art und Weise.

Mehr zu unseren Tiny Houses.

 

NEU: Die Akteurskarte von BioökonomieREVIER

20.08.2021

Auf der Webseite gibt es eine neue Funktion: die Akteurskarte. Sie stellt KMU aus den für die Bioökonomie relevanten Branchen und Akteuren aus der Landwirtschaft, der Wissenschaft und sonstigen Institutionen im Rheinischen Revier dar und bietet Recherchemöglichkeiten.

Die Ermittlung der KMU erfolgte durch das Projekt „BioREVIER“ im Rahmen des BMWi-Förderprogramms „Unternehmen Revier“. Die Karte ist Teil der Wissensbasis Bioökonomie und soll die Vernetzung im Rheinischen Revier im Rahmen der Entwicklung einer Modellregion für Bioökonomie fördern. Verschaffen Sie sich jetzt einen Überblick über die Akteurslandschaft im Rheinischen Revier.

 

Bekanntmachung: Förderprogramm Grüne Infrastruktur NRW

06.08.2021

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) hat das neue Förderprogramm „Grüne Infrastruktur“ ins Leben gerufen. Ziel des Förderprogramms ist es, grüne Infrastruktur vorwiegend im urbanen Umfeld zu entwickeln, zu erhalten und zu verbessern sowie naturtouristische Angebote in Nordrhein-Westfalen zu schaffen.

Ab sofort können bei den zuständigen Bezirksregierungen Anträge im Rahmen des neuen, aus Mitteln der EU finanzierten Förderprogramms „Grüne Infrastruktur“ eingereicht werden. Dafür stehen rund 20 Millionen Euro zur Verfügung. Das Förderspektrum ist sehr breit und richtet sich an Kommunen und andere Akteure im Naturschutz.

Mehr Informationen und Antragsunterlagen sowie das Förderprogramm finden Sie hier.

Woche der Umwelt - Ursula von der Leyen und John Kerry setzen Zeichen für eine weltweite Weichenstellung im Umweltschutz

© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

10.06.2021

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) laden herzlich zur digitalen Woche der Umwelt (WdU) unter dem Motto „So geht Zukunft!“ ein. Ausstellende aus Wirtschaft und Technik, Forschung und Wissenschaft sowie aus der Zivilgesellschaft präsentieren online ihre innovativen Lösungen für die Zukunft.

Mit den Beiträgen des Instituts für Pflanzenwissenschaften am Forschungszentrum Jülich, dem Bioeconomy Science Center (BioSC) und dem Ministerium für Bildung und Forschung ist die Initiative BioökonomieREVIER mit von der Partie als einer der 150 WdU-zertifizierten Aussteller.

Die sechste WdU-Auflage findet teils in Präsenz, teils in Online-Fachforen im hybriden Format statt. Die Ausstellerinnen und Aussteller, ausgezeichnet mit einem WdU-Zertifikat, wählen die digitale Variante und laden auf speziellen Webseiten mit Bild-, Text- und Tonmaterial zum Stöbern und zur Spurensuche nach Wegen in eine nachhaltige Zukunft ein. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die Woche der Umwelt mit begrüßenden Worten eröffnen. Die Teilnahme der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen sowie von John Kerry, dem US-Sonderbeauftragten für die Klimapolitik, zeigt, dass der ressourcenschonende Umgang mit der Erde nur durch eine globale Anstrengung zu bewältigen ist. Mehr zum Programm der Woche der Umwelt erfahren Sie hier.

Livestream der Veranstaltung

#REVIER2030: Nachlese zum Fachforum „Ressourcen und Agrobusiness“ - Biobasiertes Wirtschaften als Wachstumschance für das Rheinische Revier

29.04.2021

Am 27. April wurde der Reviervertrag zwischen Land NRW und Region feierlich unterzeichnet und das Regelprogramms für strukturwirksame Projektideen eingeläutet. Im Anschluss startete das Fachforum „Ressourcen und Agrobusiness“ mit dem Revierknotenvorsitzenden Jens Bröker mit Video-Impulsen der Strukturwandelinitiative BioökonomieREVIER und Diskussionsrunde. Wie kann innovative Landwirtschaft zukünftig in der Region aussehen: Wie sollen sich Digitalisierung, Regionalität, Nachhaltigkeit und Artenvielfalt sinnvoll ergänzen? Und wie lassen sich Reststoffpotenziale als Wertstoffe heben, biotechnologisch aufwerten und in eine Kreislaufwirtschaft überführen?

Das Fachforum zeigte auf, dass die Region die einzigartige Chance hat, sich zur Modellregion in Deutschland und Europa für biobasiertes Wirtschaften zu entwickeln und wie groß hierbei die Chancen für einen nachhaltigen Strukturwandel sind.

CAMPUS Transfer Heinsberg

Nicht nur diese Initiative möchte dazu beitragen, dass das Rheinische Revier im Rahmen des Strukturwandels zu einer Modellregion umgestaltet wird. Dabei sollen die großen Potenziale der Region gehoben werden: Die Landwirtschaft auf besten Bördeböden ist tief verwurzelt in der Region. „Das Gesicht der Land- und Ernährungswirtschaft als Leitbranche des biobasierten Wirtschaftens wird sich deutlich verändern, die Branche wird nachhaltiger werden und hat exzellente Zukunftsaussichten für neues Wachstum in der Region“, sagte Dr. Armin Hentschel von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Unter seiner Leitung entsteht im Kreis Heinsberg das Kompentenzzentrum Transfer der Land- und Ernährungswirtschaft, kurz „Campus Transfer“. Hier sollen Innovationen zur Steigerung wirtschaftlicher Wertschöpfung und einer nachhaltigen Entwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Land- und Ernährungswirtschaft für Unternehmen nutzbar gemacht werden. Für die Entstehung von neuen Wertschöpfungsketten sind Anschubfinanzierungen wichtig.

Food Campus Elsdorf

Zu den wirtschaftlich stärksten Branchen im Revier zählt die Lebensmittelwirtschaft, die sich aktiv auf die Zukunft ausrichtet. „Pfeifer & Langen und die Stadt Elsdorf unterstützen den Strukturwandel mit dem Konzept Food Campus Elsdorf, um die Potentiale für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und innovative, klimafreundliche Lebensmittelindustrie zu heben“, so Dr. Timo Koch.

Erklärtes Ziel des Food Campus Elsdorf ist es vor allem, im Produktionsbereich neue Arbeitsplätze zu schaffen. Produktion und Wertschöpfung bilden entsprechend die erste von drei Säulen, auf denen der Campus aufgebaut werden soll; Innovation und das Netzwerken von Akteuren untereinander sind die beiden anderen Säulen.

Flächenverfügbarkeit im Revier

Bioökonomische Themen spielen für das NRW Landesministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz auf verschiedensten Ebenen eine große Rolle. Dr. Jan Dietzel hob hervor, dass es vor allem darum gehen werde, die vorhandenen Flächen im Revier angemessen an die Bedarfe für die Nahrungs- und Biomasseproduktion, aber auch für neue Betriebe anzupassen und durch eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Landwirtschaft mögliche Flächenkonkurrenzen auszuschließen.

Deutschlands größte Raffinerie vor einer Ressourcenwende

In der petrochemischen Chemie geht es um nicht weniger als um die Erschließung neuer Rohstoffmärkte und einer Ressourcenwende, der Defossilisierung: nachhaltige Chemieprodukte, biobasierte Kraftstoffe, der Weg hin zum Null-Emmissionsunternehmen sind wichtige Punkte auf dem Weg des Ausstiegs aus der fossilen Wirtschaft. „Bei der Transformation Deutschlands größter Raffinerie in einen nachhaltigen Energy and Chemicals Park suchen wir für die Wertschöpfungsketten der Zukunft neue Partner im Rheinischen Revier, die unsere Vision teilen und den Aufbau von Kreislauf-, Wasserstoff- und nachhaltiger Chemiewirtschaft zusammen mit uns in NRW vorantreiben“, erläuterte Dr. Marco Richrath, Vicepresident Deutschland und General Manager der Shell AG im Rheinland.

Netzwerken und Synergien nutzen im BioökonomieREVIER

Die Teilnehmer des Podiums waren sich einig darin, dass es für einen erfolgreichen Strukturwandel im Rheinischen Revier vor allem eines bedarf: Synergien effizient zu nutzen und neue Netzwerke aufzuspannen. „Daraus entsteht Mehrwert für Wertschöpfung und Arbeitsplätze, und gleichzeitig werden Potenziale der Energie- und Stoffeffizienz sowie im Konsum und der Nutzung gehoben. Dies sind die Grundlagen für Stoffkreisläufe in der Region, die wiederum Grundpfeiler der Nachhaltigkeit sind“, so Prof. Ulrich Schurr, Initiator von BioökonomieREVIER.

„Die Vernetzung über alle Akteure hinweg – so wie wir dies in BioökonomieREVIER leben – eröffnet die Chance für eine neue Identität als nachhaltige Region, gemeinsam gestaltet mit den Menschen vor Ort.“

Festveranstaltung #REVIER 2030

Zum Sondernewsletter der Veranstaltung #REVIER2030

Festveranstaltung #REVIER 2030 - Reviervertrag zwischen Land NRW und Region geschlossen

29.04.2021

Mit der Unterzeichnung des Reviervertrags zwischen der Landesregierung Nordrhein-Westalen und der Region wurden am 27.4. die Weichen gestellt für die Zukunft des Rheinischen Reviers.

Die Veranstaltung war außerdem Startschuss für das Regelprogramm für die Förderung strukturwirksamer Projektideen. Anträge auf Förderung können jetzt eingereicht werden.

 

Festveranstaltung #REVIER 2030

Projektaufruf "REVIER GESTALTEN"

Reviervertrag: Perspektiven für das Rheinische Revier

 

DIE ZEIT Campus: "Ein Modell für die Welt von morgen"

22.04.2021

In einem gemeinsamen Ansatz von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entsteht im Rheinischen Revier eine Modellregion für nachhaltiges, biobasiertes Wirtschaften.

Erfahren Sie in einem Beitrag in ZEIT Campus, auf welche Weise sich das Institut für Pflanzenwissenschaften am Forschungszentrums Jülich direkt vor Ort auf vielfältige Art und Weise an diesem Transformationsprozeß beteiligt. Die Chancen der Bioökonomie sind vielfältig; hier dreht sich alles darum, wie man mit Hightech, wissenschaftlichen Konzepten und Vernetzung neue Wertschöpfung für die Region schaffen kann.

Zum Artikel in ZEIT online

3. Stern im SofortprogrammPLUS für die Entwicklung der Modellregion BioökonomieREVIER

16.04.2021

Der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur hat dem Fortsetzungsantrag zur Entwicklung der Modellregion BioökonomieREVIER Rheinland heute einen dritten Stern im Rahmen des "Sofortprogramm Plus" verliehen.

Immer mehr Projekte stehen in den Startlöchern: Insgesamt 64 Vorhaben im SofortprogrammPLUS haben zweite, 28 davon zudem dritte Sterne (teils für Teilprojekte) und damit einen identifizierten Förderzugang. Im Starterpaket Kernrevier haben jetzt insgesamt elf Projekte den zweiten Stern.

Zu dieser Bilanz haben die 17 neuen Sterne beigetragen, auf die sich der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier im Rahmen seiner heutigen Sitzung geeinigt hat. Dies hat fünf Vorhaben im SofortprogrammPLUS und zwei im Starterpaket Kernrevier zu „tragfähigen Vorhaben“ (zweiter Stern) sowie zehn im SofortprogrammPLUS zu „Zukunftsprojekten des Strukturwandels“ (dritter Stern) gemacht.

Zukunftsagentur: 17 Sterne bringen Strukturwandelprojekte voran

2. Stern für Entwicklung der Modellregion BioökonomieREVIER

07.01.2021

Der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur hat dem Antrag von BioökonomieREVIER zur Fortsetzung aus dem "Sofortprogramm Plus" einen zweiten Stern verliehen.

Auf seiner digitalen Sitzung am 18.12. vergab der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier weiteren 18 Projekten aus dem »Sofortprogramm PLUS« einen zweiten Stern. Sie gelten jetzt als „tragfähige Vorhaben“. "BioökonomieREVIER PLUS" ist eines dieser Projekte. Die Umsetzung einer Modellregion für nachhaltige Bioökonomie im Rheinischen Revier soll fortgesetzt werden.

Zusätzlich sind drei Projekte mit dem dritten Stern ausgezeichnet worden. Sie sind nun „Zukunftsprojekte des Strukturwandels im Rheinischen Revier“, für die bereits ein Förderzugang gefunden ist. Außerdem erhielten zwei Projekte aus dem »Starterpaket Kernrevier«, das besonders die 20 hauptbetroffenen Anrainergemeinden unterstützt, heute ihren ersten Stern für eine gute Idee. Fünf weitere Projekte aus diesem Programm wurden mit einem zweiten Stern ausgezeichnet.

Mehr

Informationsportal Bioökonomie Deutschland: "Eine Region gestaltet ihre Zukunft"

28.10.2020

Gemeinsam zu einer biobasierten und nachhaltigen Wirtschaft im Rheinischen Revier – so das Ziel der Strukturwandelinitiative BioökonomieREVIER.

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier verlangt zukunftsfähige Konzepte. Mit dem BioökonomieREVIER soll dort eine Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften entstehen. „Die Menschen im Revier haben jetzt die einzigartige Gelegenheit, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen,“ so Christian Klar, Leiter der Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER. „Wir wollen diese Aufbruchsstimmung nutzen und Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft zusammenbringen, um gemeinsam Bioökonomie-Lösungen auf Basis der regionalen Stärken umzusetzen.“

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf dem Informationsportal biooekonomie.de, der soeben erschienen ist.

https://biooekonomie.de/eine-region-gestaltet-ihre-zukunft

 

Merzenich: Original Hambi Honig als Symbol für nachhaltige Bioökonomie in der Modellregion

01.10.2020

Acht Zentimeter hoch, 250 Gramm leicht – der Blütenhonig aus dem Hambacher Wald, auch Hambi Honig genannt, passt in seiner kompakten Form problemlos in jede Handtasche. Das schmackhafte Produkt aus der Imkerei von Georg Bauer ist aber nicht nur ein nahrhaftes Lebensmittel, sondern steht als Symbol für nachhaltiges Wirtschaften in einer Region, die nach dem Braunkohleausstieg im Begriff ist, sich neu zu entwickeln.

Der Prozess, der schon seit vielen Jahren Kommunen, die Städteregion Aachen und das Rheinische Revier beschäftigt, wird auch gerne Strukturwandel genannt. Bund und Länder unterstützen die betroffenen Regionen mit Fördermitteln, damit hier, wo Jahrzehntelang gigantische Schaufelradbagger das Landschaftsbild bestimmten, neue und regionale Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle etabliert werden können.

„Dem Thema Bioökonomie, das ressourceneffizientes und nachhaltiges Wirtschaften beinhaltet, werden wir uns in den nächsten Jahren, gemeinsam mit dem Thema Klimawandel, noch wesentlich stärker zuwenden“, sagt Merzenichs Bürgermeister Georg Gelhausen. Der Hambi Honig ist ein Anfang, ein kleiner - aber bedeutender Schritt in diese Richtung - und er deutet an, was machbar ist, wenn Akteure aus der Wirtschaft, der Wissenschaft, den Kommunen und Politik sowie der Öffentlichkeit vielversprechende bio-basierte Wertschöpfungskonzepte gemeinsam anpacken. „Mit Alleingängen“, weiß Georg Gelhausen, „sind Struktur- und Klimawandel nicht machbar!“

Auch bei einem vergleichsweise kleinen Produkt wie dem Hambi Honig haben sich der Bürgermeister und Imker Georg Bauer gleich mehrere Partner mit ins Boot geholt – zum einen den Junglandwirt Benedikt Henseler, auf dessen Feld in unmittelbarer Nähe zum Hambacher Wald die für die Bienenvölker überlebenswichtige Blumenwiese angelegt wurde. Die notwendige Saat wurde von einem weiteren Projektpartner beigesteuert – der Biologischen Station im Kreis Düren. Begleitet wurde der Gesamtprozess von der Koordinierungsstelle „BioökonomieREVIER Rheinland“, die am Forschungszentrum in Jülich angesiedelt ist. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ansätze zu entwickeln, wie eine Transformation erfolgreich ablaufen kann. „Wir arbeiten stetig daran, vielversprechende bio-basierte Wertschöpfungskonzepte in praktische und regionale Lösungen für Unternehmen, Landwirte oder Kommunen zu übersetzen“, so Diplom-Biologin Anke Krüger.

Mittelfristiges Ziel von Bürgermeister Georg Gelhausen ist die Einrichtung eines Innovationslabors in Morschenich-Alt, wo die schnelle Umsetzung von Forschungsideen in die wirtschaftliche Anwendung erfolgen soll. Das wäre der erste Schritt in eine weitere wegweisende Transformation – der weitestgehend verlassene und schon längst abgeschriebene Ort soll langfristig zum „Ort der Zukunft“ werden.


Der Original Hambi Honig ist übrigens nicht nur selbst ein Förderprojekt. Ein Teil des Verkaufserlöses fließt zum einen in die kulturelle Nachnutzung der entweihten Kirche St. Lambertus in Morschenich-Alt, zum anderen wird damit die Initiative „Blühende Landschaft“ unterstützt, die sich für den Erhalt und die Förderung von Blühflächen in Land- und Forstwirtschaft, im öffentliche Raum, im Gewerbe und im Privatgarten einsetzt.

www.bluehende-landschaft.de

Gemeinde Merzenich

Bioökonomie zum Anfassen beim Dorfmarkt in Merzenich

31.07.2020

Regional, nachhaltig, frisch - unter diesem Motto wurde am 31. Juli der erste Merzenicher Dorfmarkt des Jahres eröffnet. Die Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER war vor Ort und informierte die Besucher über Nachhaltigkeit durch Bioökonomie in der Region.

Bioökonomie zum Anfassen für Jedermann stellten die Kolleginnen und Kollegen der Modellregion Bioökonomie aus dem Jülicher Forschungszentrum dort vor. Neben vielen interessierten Merzenichern freute sich Katrin Spoth, Ansprechpartnerin der Koordinierungsstelle für Regionales, über einen Besuch von Staatssekretär Christoph Dammermann vom NRW Wirtschaftsministerium. Sie gab ihm einen Überblick über die breitgefächerten Ansatzpunkte für bio-basiertes Wirtschaften und Produkte der Region.

Demnächst weitere Märkte in Merzenich: Für das Alltägliche und das Besondere lockt die Gemeinde Merzenich zu insgesamt vier weiteren Märkten in den nächsten Wochen. Bürgermeister Georg Gelhausen und die Marktbeschicker aus der Gemeinde und der Region freuen sich über dieses neue Angebot. Neben frischen und regionalen Produkten aus der Region dient der Markt als regelmäßiger Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft.

Haben Sie einen Dorfmarkt oder eine ähnliche Veranstaltung in Ihrer Kommune? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf - wir kommen zu Ihnen und informieren über die Inititative BioökonomieREVIER.

Merzenicher Dorfmarkt: Programm

 

Modellregion BioökonomieREVIER Rheinland: „Innovationslabore“ sollen neue Wertschöpfung ermöglichen

21.01.2020

In einer gemeinsamen Initiative des Forschungszentrum Jülich mit Partnern aus der Region sollen 15 "Innovationslabore" an der Schnittstelle zwischen (Land-)Wirtschaft und Wissenschaft den schnellen Transfer neuer Verfahren in die Wirtschaft ermöglichen.

„Vom Braunkohle- zum BioökonomieREVIER“: Diesem Leitgedanken folgt das Forschungszentrum Jülich mit Partnern aus der Region in einer gemeinsamen Initiative. Im Rahmen des Strukturwandels soll das Rheinische Revier zu einer Modellregion für ressourceneffizientes und nachhaltiges Wirtschaften werden. Zum Auftakt eines zweiten Teilprojekts im BioökonomieREVIER kamen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft in Merzenich zusammen. Das Ziel: Insgesamt 15 „Innovationslabore“ sollen an der Schnittstelle zwischen (Land-)Wirtschaft und Wissenschaft aufgebaut werden und den schnellen Transfer neuer Verfahren von der Wissenschaft in die Wirtschaft ermöglichen. So entstehen aus wissenschaftlichen Erkenntnissen schneller neue Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze – basierend auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Die Bundesregierung fördert das Projekt BioökonomieREVIER im Rahmen des Sofortprogramms für den Strukturwandel bis Mitte 2021 mit rund 25 Millionen Euro.

Aus den Händen von Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel MdB (3.v.l.) nahmen Prof. Wolfgang Marquardt (Vorstandsvorsitzender FZ Jülich), Prof. Ulrich Schurr (FZ Jülich), Prof. Ulrich Schwaneberg (RWTH Aachen), Dr. Georg Schaumann (Sense up) und Prof. Volker Sander (FH Aachen) die Förderurkunden entgegen. Die Fraunhofer Gesellschaft und YNCORIS GmbH & Co. KG sind weitere Partner des Konsortiums.

Pressemitteilung: Modellregion BioökonomieREVIER Rheinland: „Innovationslabore“ sollen neue Wertschöpfung ermöglichen

 

Koordinationsprojekt BioökonomieREVIER gestartet

07.08.2020

Aus Mitteln des Sofortprogramms Strukturwandel wird die Initiative BioökonomieREVIER vom BMBF gefördert. Der Projektteil Kommunikation startete am 1. August 2019 und hat den Aufbau einer Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER sowie die Entwicklung einer Bioökonomie-Regionalstrategie für das Rheinische Revier zum Ziel.

 

Vortrags- und Dialogveranstaltung "Nachhaltige und zirkuläre Bioökonomie"

30.03.2019

Gemeinsam mit dem Zivilgesellschaftlichen Koordinierungskreis Strukturwandel veranstaltete BioökonomieREVIER am 30. März 2019 die Vortrags- und Dialogveranstaltung "Nachhaltige und zirkuäre Bioökonomie - kommunale und regionale Perspektiven im Rheinischen Revier" im Forschungszentrum Jülich. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung von BioökonomieREVIER sowie von Verfahren zur Bürgerbeteiligung, die im Rahmen des Strukturwandels eine stärkere Einflussnahme der Zivilgesellschaft auf Entscheidungsprozesse ermöglichen sollen.

Am 30. März 2019 fand im Forschungszentrum Jülich eine Vortrags- und Dialogveranstaltung zum Thema "Nachhaltige und zirkuäre Bioökonomie - kommunale und regionale Perspektiven im Rheinischen Revier" statt. Konzeptentwicklung und Organisation erfolgten in partnerschaftlicher Zusammenarbeit durch den Zivilgesellschaftlichen Koordinierungskreis Strukturwandel (ZKS) und die Initiative Modellregion BioökonomieREVIER, die vom Forschungszentrum Jülich aus koordiniert wird. Eine kurze Zusammenfassung der Veranstaltung sowie eine Übersicht der Präsentationen und Referenten finden Sie hier.

Der Dialog von Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft ist eine wichtige Voraussetzung, um gemeinsam konsensuale und regional angepasste Lösungsbeiträge für den Strukturwandel und die Implementierung einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise im Rheinischen Revier zu entwickeln. Hierzu bietet die Bioökonomie ein großes Potenzial, das es zu nutzen gilt. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen dem ZKS und BioökonomieREVIER ist vorgesehen, insbesondere in den Themenfeldern Natur- und Umweltschutz sowie Bürgerbeteiligung.

Weitere Infos

 

Ansprechpartner

Dr. Christian Klar

Leitung

Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER

02461 61-4230

Katrin Spoth

Kommunen, Bildung, Landwirtschaft

Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER

02461 61-85530

© Forschungszentrum Jülich/Sascha Kreklau

Daten & Fakten

An der Bioökonomie im Rheinischen Revier hängen

ca. 53.900 Arbeitsplätze in der Land- und Ernährungswirtschaft
ca. 36.300 Industrie-Arbeitsplätze
 mit ca. 34,4 Mrd. € Umsatz

Quellen: prognos AG (2018) und nova Institut (2014-2018)

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